Christian Tombeil



Aktuelle Produktionen:
Ein König zu viel (Inszenierung)  
Jupp - Ein Maulwurf auf dem Weg nach oben (Inszenierung)  
 

Christian Tombeil, geboren 1965 in Oberfranken, hat mit Beginn der Spielzeit 2010/2011 die Intendanz am Schauspiel Essen übernommen. Zuvor war er Stellvertretender Generalintendant und Künstlerischer Betriebsdirektor an den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach. Dort trat er auch als erfolgreicher Regisseur in Erscheinung: Er inszenierte die Opern „Tamerlano“ und „Cosý fan tutte“, die Kinderopern „Papageno spielt auf der Zauberflöte“ und „Aschenputtel“, das spartenübergreifende Projekt „Verschollen“ und den Doppelabend „Dido and Aeneas / Erwartung“, der überregionale Aufmerksamkeit erregte. In der vergangenen Spielzeit standen zudem seine Inszenierungen der Philip Glass-Oper „Der Untergang des Hauses Usher“ und „Viva la Mamma!“ von Gaetano Donizetti auf dem Spielplan des niederrheinischen Gemeinschaftstheater.

Ausgebildet zum klassischen Tänzer, studierte Christian Tombeil Germanistik und Kunstgeschichte in Stuttgart. Bereits während seiner Zivildienst- und Studienzeit sammelte er erste Theatererfahrungen an den Staatstheatern Stuttgart unter Generalintendant Hans Peter Doll, unter dem er auch bei den Festspielen in Wunsiedel als Regieassistent arbeitete.

Seinem Studium folgten Regieassistenzen u. a. bei Ruth Berghaus, Robert Wilson, Axel Manthey, Dietrich Hilsdorf und Christof Loy. Als Persönlicher Referent und Assistent des Regisseurs, Bühnen- und Kostümbildners und Malers Achim Freyer war er an der Realisierung diverser Theater- und Filmprojekte sowie Ausstellungen beteiligt.

Ab 1990 war Christian Tombeil als Regisseur für Schauspiel und Musiktheater sowie als Lightdesigner unter anderem in Wien, Stuttgart, Düsseldorf und Brüssel tätig.

Essen und der Ruhr-Region ist Christian Tombeil in zweifacher Weise besonders verbunden: Von 1994 bis 1997 war er unter der Intendanz von Prof. Wolf-Dieter Hausschild am Aalto-Theater Essen für die Organisation des szenischen Betriebs, Organisation und Beratung bei der Spielplandisposition und Koordination der internationalen Gäste zuständig. In dieser Zeit führte er außerdem als Künstlerischer Leiter und Chefregisseur das von ihm zusammen mit Matthias Nitsche gegründete freie Projekt „off opera“, das es sich zur Aufgabe gemacht hatte, spezielle Orte – u. a. die Zeche Zollverein und die Zeche Carl – der sich im größten Strukturwandel ihrer Geschichte befindlichen Region des mittleren Ruhrgebiets mit ausgewählten Opernproduktionen neu zu beleben.

Diverse Lehraufträge führten Christian Tombeil an die Folkwang Hochschule in Essen, die Universität Witten/Herdecke sowie die Musikhochschule Köln.