Das Klonzeitalter als schauerliche Realität

Nur noch zwei Aufführungen von Caryl Churchills „Die Kopien“ in der Box

Essen. Wie wäre es, wenn man Menschen klonen und beliebig viele Kopien von ihnen erzeugen könnte? Caryl Churchills Kammerspiel „Die Kopien“ entwirft ein beklemmendes Szenario, in dem das Klonzeitalter keine Science-Fiction mehr ist, sondern schauerliche Realität.

Im Stück wird Vater Salter mit drei Söhnen konfrontiert, die äußerlich identisch sind, in ihrem Wesen aber unterschiedlicher kaum sein könnten. Den Anfang macht Bernard, der zu seinem Entsetzen feststellen musste, dass es nicht nur einen Menschen gibt, der ihm auf beängstigende Weise ähnelt, sondern eine ganz Gruppe. Eine Klinik muss sein genetisches Material gestohlen haben, um illegal Klone von ihm herzustellen. Wie kann das sein? Salter muss die Antwort kennen, und so stellt Bernard ihn zur Rede. Der Vater gerät in Erklärungsnot, denn er muss gestehen, dass er es war, der Bernard künstlich im Labor zeugen ließ, um seinen verstorbenen ersten Sohn zu ersetzen. Bernard ist also selbst eine Kopie. Doch sagt Salter die Wahrheit? Wenig später taucht ein weiterer „Bernard“ auf …

Stefan Diekmann spielt die drei Söhne und Jens Winterstein den Vater.

In der Box des Schauspiel Essen gibt es nur noch zwei Aufführungen der Inszenierung von Regisseurin Sarah Mehlfeld: am Freitag, dem 10. Februar sowie letztmals am Freitag, dem 10. März. Beginn jeweils 19:00 Uhr; Karten zum Preis von ¤ 17,00 sind im TUP-TicketCenter, Tel.: 0201/81 22-200, erhältlich.

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